Strophe 1
Ich hab' die Stelle bekommen, sie gratulieren mir
„Der perfekte Mann", sagen sie, „Karriere vor dir"
Doch nachts, wenn sie schläft in meinem Arm so klein
Frage ich mich still: Will ich wirklich so sein?
Pre-Chorus
Zwischen Aktenschrank und Babyphone.
Zwischen „sei ein Mann" und Windel-Zone,
Will mein Kind den Vater und mein Chef den Krieger.
Ich drehe mich blind. Wo find ich mich wieder?
Refrain
Ich bin nicht weniger Mann, weil ich Tränen trock'ne.
Nicht weniger stark, weil ich Schlaflieder sing'.
Nicht weniger wert, weil ich sag': „Ich brauch' Zeit".
Morgens später anfange, weil ich die Kinder bring'.
Strophe 2
Die Jungs im Büro, sie lachen kurz und scharf,
Als ich sage: „Donnerstags, da geh' ich früher, weil ich darf".
„Teilzeit? Du?", die Augenbrauen hoch.
„Was is mit deiner Frau? Die machen das doch."
Refrain
Ich bin nicht weniger Mann, weil ich Tränen trock'ne.
Nicht weniger stark, weil ich Schlaflieder sing'.
Nicht weniger wert, weil ich sage: „Ich brauch' Zeit".
Morgens später anfange, weil ich die Kinder bring'.
Bridge
An alle Väter da draußen, die's spüren wie ich.
Dieser Druck, die Blicke sagen: „Du machst dich lächerlich".
Wir sind nicht allein mit diesem Gefühl im Bauch.
Immer mehr Väter wollen das auch.
Refrain
Ich bin nicht weniger Mann, weil ich Tränen trock'ne.
Nicht weniger stark, weil ich Schlaflieder sing'.
Nicht weniger wert, weil ich sage: „Ich brauch' Zeit".
Morgens später anfange, weil ich die Kinder bring'.
Outro
Es ist Zeit, unsere Rolle in der Gesellschaft zu hinterfragen.
Und die Fahne der Gleichberechtigung mit Stolz voran zu tragen.
Für unsre Töchter, unsre Söhne, auch wenn's den Alphas nicht gefällt.
Eine neue Definition von Mann, für eine gerechtere Welt.